Diese Seite benutzt Cookies für eine optimale Darstellung. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Skip to main content

Gesellenprüfung im Schreinerhandwerk

Seit den siebziger Jahren wird die Arbeitsaufgabe II, die nach der Ausbildungsordnung „einem Kundenauftrag entspricht“ (das sogenannte Gesellenstück), im Saarland nach einheitlicher Vorgabe in Klausur in der Schreinerlehrwerkstatt in Saarbrücken-Von der Heydt gefertigt. In anderen Regionen bauen die Prüflinge unterschiedliche Stücke nach individuellem Entwurf. Der gestalterische Aspekt kommt im Saarland allerdings nicht zu kurz, da der Berufsbildungsausschuss das einheitliche Gesellenstück im Rahmen des Wettbewerbs „Ich entwerfe mein Gesellenstück“ aus den eingereichten Entwürfen der im betreffenden Jahr anstehenden Gesellenprüfungskandidaten auswählt.

Grundsätzlich hat der Ausbildungsbetrieb die im Zusammenhang mit Prüfungen notwendigen Arbeits- und Verbrauchsmaterialien zu stellen. Im Saarland wird das Verbrauchsmaterial für die Gesellenstücke gemeinschaftlich eingekauft, in der Lehrwerkstatt vorbereitet und dem Betrieb von der verbandseigenen GmbH unter Ausweis der Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Die Kosten des Materials liegen dabei weit unter den Kosten eines individuellen Stückes.  Über dessen  „angemessenen“ Kosten entsteht sonst durchaus immer wieder Streit zwischen Lehrling und Ausbildungsbetrieb. Hier geht es oftmals um aufwändige Beschläge oder besonders ausgesuchte Holzarten bzw. –stücke. Aus einem kürzlich aus NRW übermittelten Vergleichsprotokoll eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens geht hervor, dass das Gericht einen Betrag von 760 € als durchschnittlich angemessen angesehen hat. Im Durchschnitt der letzten Jahre lagen im Saarland die Materialkosten für das Gesellenstück einschließlich der Arbeitsprobe bei noch nicht einmal 300 € (in einer Bandbreite von 167,40 € bis 482,28 €!). Für die Betriebe ist es zudem von Vorteil, dass durch die Anfertigung in Klausur die Fertigungsdauer für das Gesellenstück auf fünf Tage beschränkt ist, während bei einer Anfertigung im Betrieb in der Regel mit 100 Arbeitsstunden nur des Prüflings (zzgl. der Zeiten der Inanspruchnahme von Gesellen und Meister) zu rechnen ist. Und für die Lehrlinge ist es von Vorteil, dass das Gesellenstück zu gleichartigen Arbeitsbedingungen und damit unter den gleichen Voraussetzungen für alle hergestellt wird.

Aktuelles

Wir sind ab dem 27. Juli in Betriebsferien. Sie erreichen uns wieder ab dem 12. August.

Weiterlesen

44 Männer und drei Frauen erreichten das Ziel in der Sommergesellenprüfung 2019 im saarländischen Schreinerhandwerk.

Weiterlesen

Die neueste Ausgabe unseres Verbandsmagazins stellt mit Schreinermeister Detlef Müller aus Saarbrücken einen Visionär mit Ehrgeiz vor. Er hat aus...

Weiterlesen

Zum 1. Juni 2019 steigt das Entgelt im saarländischen Schreinerhandwerk und den damit verbundenen Branchen um 2,7 %. Eine weitere Erhöhung um 2,2 %...

Weiterlesen

Nicht viele Personen haben eine ver-gleichbare erfolgreiche Ausbildertätigkeit aufzuweisen. Die Rede ist von Günter Engel, der über drei Jahrzehnte in...

Weiterlesen

Schon in der vorletzten Maiwoche hat die diesjährige Sommer-Gesellenprüfung für die Wohnhandwerker begonnen.

Weiterlesen

Die Weichen für eine zukunftsorientierte und digitalisierte Schreinerausbildung im Saarland sind gestellt.

Weiterlesen

Kann eine Ausbildung von Flüchtlingen im Handwerk gelingen? Ein Paradebeispiel dafür, dass dies durchaus möglich ist, hat die in Saarbrücken ansässige...

Weiterlesen

„Ich freue mich riesig über den Erfolg und auf die neue Herausforderung auf Bundesebene“, erklärt Junggeselle Kevin Gebhardt, Sieger auf Landesebene...

Weiterlesen

Selten hatte eine Jury so viele Meisterstücke zu begutachten wie in diesem Jahr. Denn dieses Jahr schloss nicht nur eine Vollzeit-, sondern auch eine...

Weiterlesen